Kaltkreissäge oder Bandsäge? Vorsicht vor Fehlkauf!

Wer Metall zersägen will, wird sich häufig zwischen Kaltkreissäge oder Bandsäge entscheiden müssen. Wir zeigen dir die Unterschiede, damit du deine Kaufentscheidung nicht bereust!

Stressfaktor Lärm

Wer ständig in einer lauten Umgebung arbeitet kann seiner Gesundheit langfristig schaden. Die Werkstatt ist da keine Ausnahme: Laute Maschinen verursachen Stress und können Schwerhörigkeit auslösen.

Wer mit einer Kreissäge sägt, muss zwingend einen Gehörschutz tragen. Mit einer Lautstärke von über 100dB ist sie so laut wie ein Rockkonzert. Außerdem ist eine Schutzbrille Pflicht.

Eine Bandsäge wirkt dahingegen flüsterleise: Normale Gespräche sind während des sägens kein Problem.

Wer also nicht ständig Gehörschutz tragen möchte oder mit mehreren Personen zusammenarbeitet, dem sei zu einer Bandsäge geraten.

Zeit ist Geld

Nicht nur in der Industrie, auch im Hobbybereich möchte man seine kostbare Zeit nicht mit dem schneiden von Metall verschwenden.

Bandsägen haben eine deutlich geringere Schnittgeschwindigkeit gegenüber Kaltkreissägen bzw. Dry-Cuttern. Deswegen dauert das sägen meist deutlich länger.

Obwohl der eigentliche Sägeschnitt länger dauert, kann die Bandsäge doch Zeit sparen. Denn sie hat einen entscheidenden Vorteil: Man ist während des Sägeschnitts nicht an die Maschine gebunden. Denn während man bei einer Kreissäge das Sägeblatt per Hand in das Metall drückt, übernimmt diese Aufgabe bei einer Bandsäge die Schwerkraft.

Auch Kaltkreissägen sind mit automatischem Vorschub erhältlich, sie sind jedoch eher im oberen Preissegment zu finden.

Wem es also rein um Geschwindigkeit geht, greift zu einer Kaltkreissäge. Eine Bandsäge hingegen arbeitet auch, wenn man sie nicht aktiv bedient. Somit können währenddessen andere Arbeiten ausgeführt werden.

Unterhaltskosten

Wie alle Maschinen sind auch Metallsägen nicht frei von Verschleiß. Besonders die Sägeblätter werden mit der Zeit stumpf. Dann wird es Zeit für einen Wechsel.

Die Sägeblätter einer Kaltkreissäge halten im Schnitt deutlich länger. Das müssen sie aber auch: Wer die Kosten der Blätter vergleicht, wird feststellen, dass sich klare Unterschiede offenbaren.

Während ein Sägeblatt für eine Bandsäge meist um die 12€ kostet, kann ein Kreissägeblatt durchaus das 10fache kosten. Da kann sich dann auch das Schärfen des Sägeblattes lohnen.

Bei gelegentlicher Nutzung im Hobbybereich sind meist keine großen Unterschiede in den Unterhaltskosten festzustellen. Bei sehr häufiger Nutzung fällt dies schon eher ins Gewicht. Baustoffhändler setzen daher häufig auf Bandsägen.

Laie oder Profi?

Die Bedienung von Maschinen benötigt etwas Geschick und Erfahrung.

Gerade als Anfänger können schnell Fehler passieren. Im Falle einer Metallsäge äußert sich dies meist in stumpfen Sägeblättern oder abgebrochenen Sägezähnen. Die Ursache ist meist ein zu hoher Vorschub.

Da die Sägeblätter einer Bandsäge meist deutlich billiger gehandelt werden, sind Anfängerfehler weniger teuer.

Die geringere Drehzahl einer Bandsäge bedeutet auch ein kleineres Gefahrenpotential. Auch weniger erfahrene Personen können sie gefahrlos bedienen.

Kühlung

Eine externe Kühlung schmiert und kühlt das Sägeblatt mithilfe von Kühlschmierstoffen (KSS). Dies sorgt für eine längere Lebensdauer (Standzeit) des Sägeblatts. Ein großer Nachteil: Die Reinigung der Maschine ist aufwendiger, da der KSS die Späne schnell verklebt.

Beide Arten von Maschinen gibt es sowohl mit als auch ohne externe Kühlung.

Der Preis

Wie bei allen Maschinen ist die Preisspanne bei Metallsägen riesig.

Billige Modelle sind bereits für 200€ zu haben, Teure kosten mehrere tausend Euro. Der Preisunterschied zwischen einer Bandsäge und einer Kreissäge ähnlicher Qualität ist relativ gering.

Wie viel Geld man letztendlich ausgeben möchte ist jedem selbst überlassen. Für den Hobbybereich genügen meist billigere Maschinen.

Teurere Modelle bieten oft längere Haltbarkeit, präzise und saubere Schnitte und eine angenehmere Handhabung. Auch sind sie meist mit zusätzlichen Features wie externer Kühlung oder verstellbarer Drehzahl ausgestattet.

Fazit

Sowohl eine Kaltkreissäge bzw. Dry-Cutter als auch eine Bandsäge eignen sich hervorragend zum sägen von Metall. Zu welchem Typ man greift ist letztendlich eigene Präferenz.

Wer spät Abends arbeitet und gerne auf zusätzliche Schutzausrüstung verzichten möchte greift zu einer Metallbandsäge.

Wer Wert auf Geschwindigkeit legt und kein Problem mit Lärm hat, der ist mit einer Kaltkreissäge besser bedient. Sie erfordert aber auch ein wenig mehr handwerkliches Geschick.

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